Ein Rollstuhlfahrer, der im Heißluftballon über die Berge fliegt. Im September 2026 wurde dieses Bild im Heuboden in Kleinhöhenkirchen begehbar: als Teil der Ausstellung ANSICHTSSACHE, mit einem nachgebauten Ballonkorb, in den jeder selbst einsteigen konnte.
Projekt auf einen Blick
- Kurs: Kurs Kultur
- Projekt: Ballon-Installation „Der fliegende Rollstuhlfahrer“
- Ort: Heuboden Kleinhöhenkirchen, Weyarn (Landkreis Miesbach)
- Zeitraum: ab 12. September 2026, drei Wochen
- Kosten: 1.200 Euro, vollständig belegt
- Förderung: 1.000 Euro über zammhelfen
- Eigenanteil: 200 Euro Jack Griesbeck
- Honorar: keines
- Status: Abgeschlossen
Die Idee hinter der Installation
ANSICHTSSACHE war eine Gemeinschaftsausstellung im Heuboden beim Atelier der Künstlerin Agnes Wieser. Ein Teil davon gehörte der Arbeit von Jack Griesbeck, Fotograf, Dokumentarfilmer und Vorstand von The Corner e.V.
Im Zentrum stand „Der fliegende Rollstuhlfahrer“: eine Produktion mit Urban Oberthanner, der im Heißluftballon und im Kleinflugzeug zeigt, wie viel Freiheit möglich ist, wenn man genauer hinsieht. In der Tenne entstand dazu ein begehbarer Nachbau des Ballonkorbs, umgeben von großformatigen Fotografien und einer Lichtinszenierung, die eine Ballonfahrt erlebbar macht.
Der Gedanke dahinter: Ein Bild betrachtet man, eine Erfahrung trägt man mit sich. Wer selbst im Korb steht, sieht den Menschen im Rollstuhl nicht mehr nur von außen. Genau das meint der zweite Blick.
Wissen vergisst man. Erlebtes bleibt.
Jack Griesbeck

Mit vielen Händen gebaut
Das Eisengestänge des Korbs fertigte Metallbau Franz Nirschl aus Irschenberg, verschraubt wurde es vor Ort. Den Korb selbst haben Jack Griesbeck, Freunde und sein Bruder Felix vom Malerbetrieb Griesbeck in Miesbach gebaut und bespannt. Der Stoff ist Originalmaterial aus dem Ballon der Produktion, zur Verfügung gestellt von Ballooning Tegernsee.
Am 27. September 2026 erzählte Jack Griesbeck in einem Vortrag im Heuboden die Geschichten hinter den Bildern: von der Ballonproduktion, von Spitzbergen und vom Krieg in der Ukraine. Danach wurde gemeinsam weitergedacht und diskutiert.
Wie das Projekt finanziert wurde
Transparenz ist uns wichtig, deshalb hier ganz konkret: Die Installation hat insgesamt 1.200 Euro gekostet. Jeder Betrag ist durch Rechnungen und Belege nachgewiesen.
- 1.000 Euro hat die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee über ihre Projektförderung zammhelfen an The Corner e.V. überwiesen. Der Verein setzt diese Förderung vollständig für die belegten Kosten der Ausstellung ein.
- 200 Euro hat Jack Griesbeck selbst getragen.
- Kein Honorar: Jack Griesbeck hat für seine Arbeit an der Installation kein Geld erhalten. Die Förderung ist ausschließlich in Material und Umsetzung geflossen.
So wurde aus einer Idee ein Raum, den jeder betreten konnte, getragen von einer Förderung aus der Region und von viel Eigenleistung.
Danke
An Agnes Wieser für den Raum im Heuboden, an Metallbau Franz Nirschl, den Malerbetrieb Griesbeck, Ballooning Tegernsee und JACKSCORNER. Und an zammhelfen und die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, die diese Installation mit ermöglicht haben.
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